Gedenkstätte Stille Helden

Ausstellung Widerstand gegen die Judenverfolgung 1933 bis 1945

Die Gedenkstätte Stille Helden dokumentiert in ihrer Dauerausstellung „Widerstand gegen die Judenverfolgung 1933 bis 1945“ den Widerstand mutiger Einzelner gegen die Nazi-Herrschaft im Dritten Reich.

Die Gedenkstätte befand sich von 2008 bis 2017 in Berlin-Mitte in der Rosenthaler Straße 39 – dem Gebäude, in dem sich auch das Museum der Otto Weidt Blindenwerkstatt befindet.

Das Schicksal dieses Besenfabrikanten, der in seiner Werkstatt vielen jüdischen Angestellten das Leben retten konnte, sowie das vieler anderer Lebensretter und Helfer können Sie seit Februar 2018 an einem neuen Standort in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand kennenlernen.

An diesem neuen Standort im Berliner Ortsteil Tiergarten befand sich eine der wichtigsten Zellen des militärischen Widerstands im Dritten Reich, der Bendlerblock. In diesem Gebäude plante der Kreis um Offizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg das Attentat auf Hitler. Hier wurde Stauffenberg am Tag des misslungenen Staatsstreiches am 20. Juli 1944 erschossen. Ihm zu Ehren benannte man dann in den 50er Jahren die Bendlerstraße in Stauffenbergstraße um.

Adresse
Stauffenbergstr. 13-14 in 10785 Berlin-Mitte

Anreise
Vom Hotel Augustinenhof in ca. 23 Minuten mit S2, S25 oder S26 von Oranienburger Straße bis Anhalter Bahnhof. Von dort mit Bus M29 Richtung Wittenbergplatz bis Gedenkstätte Deutscher Widerstand.

Öffnungszeiten
Montag bis Mittwoch sowie Freitag: 9–18 Uhr
Donnerstag: 9–20 Uhr
Samstag, Sonntag und an Feiertagen: 10–18 Uhr
(außer vom 24. –26. Dezember, am 31. Dezember & 1. Januar)

Der Eintritt ist frei.

Helden gegen Hitler

Im Zentrum der umgestalteten und erweiterten Dauerausstellung stehen die „stillen Helden“, Männer und Frauen, die die Rettung anderer über ihr eigenes Leben stellten und so etwa 6.000 Jüdinnen und Juden das Leben retten konnten.

Anhand von zehn Heldengeschichten zeigt die Ausstellung, auf welche Weise die „Helden“ Menschenleben retteten und sich den Gräueltaten widersetzten.

Gedenkstätte stille helden

Erhaltene Gegenstände aus ihrem persönlichen Besitz, Dokumente und Fotografien veranschaulichen einfühlsam die Schicksale jener mutigen Frauen und Männer, gelungene wie gescheiterte Rettungsaktionen sowie deren Konsequenzen.

In einer umfangreichen Datenbank mit Namen von Helfern und Verfolgten können Sie auf Spurensuche gehen und sich weiter informieren.

Die Ausstellung soll am neuen Standort um die Geschichten „stiller Helden“ aus ganz Europa erweitert werden.

Helden in Berlin

Der selbstlose Einsatz einzelner Menschen rettete allein in Berlin mehr als 1.700 Juden und Jüdinnen das Leben. Gewöhnliche Bürger vom Angestellten bis zur Hausfrau wurden dabei zu Fluchthelfern. Sie versteckten Verfolgte, besorgten gefälschte Papiere, schmierten Beamte und etablierten Helfernetzwerke. Hinter einem geretteten oder untergetauchten Menschen vermutet die Gedenkstätte mindestens zehn nichtjüdische Helferinnen und Helfer, die mit der ständigen Gefahr von Verrat und Entdeckung lebten. Einige dieser Berliner Helden möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Donata und Eberhard Helmrich

Das Ehepaar Helmrich half schon früh jüdischen Freunden bei der Emigration. In seiner Rolle als dienstverpflichteter Verantwortlicher für das polnische Zwangsarbeiterlager Hyrawka schützte Eberhard Helmrich ab 1942 „seine“ rund 200 jüdischen Arbeiter vor unerträglichen Arbeitsbedingungen und der Ermordung.

Nach Auflösung des Lagers versteckte er Juden in seinem Haus und schleuste sie mit falschen Papieren zu seiner Ehefrau nach Berlin.

Die Helmrichs unterstützten schätzungsweise bis zu 300 Verfolgte.

Margarete und Wilhelm Daene

Wilhelm Daene versteckte mit seiner Frau in seinem Wohnhaus nicht nur mehrere Jüdinnen. Als Werkmeister der Maschinenfabrik Alfred Teves versorgte er zudem die Zwangsarbeiterinnen mit Nahrungsmitteln, ließ sie ärztlich versorgen und schützte sie als „kriegswichtige Arbeitskräfte“ bis 1943 vor der Deportation. Einzelnen konnte er auch danach zu einem Leben im Untergrund oder Ausland verhelfen. Die meisten überlebten.

Maria Nickel

Als Mutter war Maria Nickel vom Anblick einer schwangeren jüdischen Zwangsarbeiterin so erschüttert, dass sie fortan jene Frau und deren Familie unterstützte. Sie verhalf Ruth Abraham nach der Geburt ihres Kindes zu falschen Papieren und einem Versteck auf dem Land.

Trotz Verhör und Bedrohung durch die Gestapo ließ sich Maria Nickel nicht davon abbringen, den Abrahams auch nach ihrer erzwungenen Flucht zurück nach Berlin zu helfen.

Sie überlebten. Ruth und Maria verband eine lebenslange Freundschaft.

Elisabeth Abegg

Die Deportation einer guten Freundin wurde für Elisabeth Abegg zum Schlüsselerlebnis. Hatte sie schon in den 1930ern als Lehrerin ihre schützende Hand über Schülerinnen gehalten, setzte sie sich ab 1942 verstärkt für das Überleben ihrer jüdischen Mitbürger ein.

Flüchtige fanden bei ihr und ihrem Bekanntenkreis Unterschlupf. Unermüdlich erweiterten sie ihren Helferkreis, der schließlich bis ins Elsass reichte. Rund 80 Menschen versuchten sie vor dem Tod durch die Nazis zu retten. In den meisten Fällen gelang dieses Vorhaben.

Ich bin für Sie da:

Concierge im Albrechtshof Hotel in Berlin

Franziska Varga
Concierge

Organisation von Theater-, Konzert-,
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Hotel Augustinenhof